Karin B. Redecker

Schreiben war, neben dem Lesen, schon immer eine meiner Passionen. Lange Jahre arbeitete ich als Redakteurin/ Layouterin zu den unterschiedlichsten Themen im eigenen Verlag. Aber bis es zum eigenen Roman kam, vergingen schon ein paar Jahrzehnte und ich fühle mich heute noch immer ein wenig in den Lauflernschuhen als Romanautorin. Aber der Reihe nach:
Aufgewachsen bin ich in Frankfurt am Main, also ein „escht Frankforter Meedsche“, vertraut mit Äppelwoi, Frankforter Grie Soß und Rippsche mit Kraut.
Ich war ein lebhaftes Kind, immer in Bewegung und meistens unterwegs mit meinen Eisen-Rollschuhen, die einen Höllenlärm machten. In der Verwandtschaft war ich als unruhiger Geist verschrien und musste immer wieder hören „An der sind zehn Jungs verloren gegangen!“ Marika Kilius war damals mein großes Vorbild und ich übte auf der Straße eifrig die Pirouetten, die ich mir bei ihrem Training auf der Rollschuhbahn am Mainufer abgeschaut hatte, wenn auch in kläglicher Ausführung!

Nach der Schule machte ich eine Verlagsausbildung bei einer großen Frankfurter Tageszeitung und arbeitete danach noch in weiteren kleinen Verlagen, bevor ich mich mit meinem Mann selbstständig machte.

Mit dem Romanschreiben habe ich in Italien angefangen. Mein Mann und ich hatten sich hier nach einem stressigen und arbeitsreichen Leben auf einem traumhaften Gelände niedergelassen, arbeiteten noch online und wollten eigentlich so langsam in den Ruhestand hinüber wechseln. Aber wie so oft im Leben, kam es anders als gedacht. Unsere einzige Tochter erkrankte so schwer, dass wir unser Vorhaben wieder aufgeben mussten, um uns um sie und ihren Sohn zu kümmern. Gleichzeitig war auch noch meine Mutter schwer erkrankt, so dass es für uns klar war, ein gemeinsames Haus für alle Generationen zu suchen.

Das fanden wir wie maßgeschneidert an der hessischen Bergstraße. Nun hieß es für uns wieder: „Ärmel hochkrempeln und die alte Firma weiterführen“.
Meine Mutter ist zwischenzeitlich verstorben und meine Tochter ist mittlerweile zum Schwerst-Pflegefall geworden. Das alles ist eine sehr große psychische Belastung für uns. Aber zum Glück sind mein Mann und ich anpackende und optimistisch veranlagte Menschen, die so schnell nichts umwirft.
Unsere Firma haben wir bereits in andere Hände übergeben und ich konnte danach endlich meinem dritten Roman fertigstellen. Am vierten arbeite ich bereits und zwischendurch habe ich noch meine ersten Gedichtband veröffentlich! Also, Ihr seht, Langeweile kommt bei mir nicht auf!

Dunkel gefärbte Haare fand ich damals toll.  Frisch verliebt!  Noch dunkelhaarig bei einer Tasse Kaffee in Frankreich  Ibiza 1980   Mit meiner Tochter Nina

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